Experimenti Berlin Orchestra

Das 16-köpfige international besetzte „Experimenti Berlin Orchestra“ gründete Bardo mit dem Ziel, in der ummauerten Stadt Berlin Austausch mit MusikerInnen aus Europa, inklusive dem sogenannten „Ostblock“ zu pflegen. Das musikalische Experiment bestand darin, die unterschiedlichen Spielweisen des Jazz, wie Bop, Modal und Free gleichwertig unter einen Hut zu bringen. Der Name des Orchesters geht auf ein Buch des Philosophen Ernst Bloch zurück, in dem er das „Experiment Welt“ beschreibt. Diese Kompositionen waren auf dem Jazzfest Berlin zu hören.

„Eine der abwechslungsreichsten und heitersten deutschen Big-Band-Einspielungen der letzten Jahre.“
Jimi Wunderlich, Jazzthetik

„EIN COLLAGIERTER WÄRMESTROM“
JazzFestival Hannover

KLARE STRUKTUREN UND DIE LUST AM CHAOS
„…Gegen ein unruhiges Publikum hilft nur eine laute Musik. Wobei „laut“ nicht den Schalldruck meint, sondern die Vehemenz, mit der die Musiker auch leise Töne in den Raum stellen. Nicht nur in dieser Hinsicht war die Big Band Experimenti Berlin Michael Hennings die Gruppe, die am vitalsten und angemessensten mit der Festivalatmosphäre umgingen. Heftiger Blechklang garniert mit unerhörten klanglichen Dreingaben von Tuba, Fagott und Kontrabaßfagott, unentwegt angetrieben von einer soliden Rhythmusgruppe und in der Materialwahl so frei wie nur jemand sein kann, der sämtliche Freiheiten genossen hat und sich nicht von ihnen hat verwirren lassen, sondern gerade wegen der Lust am Chaos für Strukturen sorgt. Angeregt von großen Paten, von Weillschen Märschen und türkischen Tänzen, von Aylerschen Hymnen und argentinischen Tangos, spielen die Experimenti Berlin mit starkem Drive, wüsten Humor und unverkennbarer Spielfreude. So entgehen sie der Krankheit, die gerade europäische Formationen im avantgardistischen Bereich immer wieder beschleicht: der Verkopfung, der Entsinnlichung…“
Stefan Hentz für den Tagesspiegel, Nov. 1992

„Der gemeinsame Nenner dieser profilierten Besetzung ist ein Tummelplatz von Stilen, Einflüssen, Rhythmen und Klängen, die von Hennings hochintelligenter Arbeit mal vereinzelt und dann wieder gebündelt, auf kurze gemeinsame Wegstrecken geschickt, in kleineren Formationen und begleitenten Soli unter die Lupe genommen oder auf mitreißende Grooves eingeschworen werden. Unterhaltungswert und musikalische Qualität gehen eine seltene, glückliche Verbindung ein. „Experimenti Berlin“ ist mit deutlichem Abstand das Beste, was an groß besetztem zeitgenössischem Jazz in den letzten Jahren aus Berlin kam.“
Hans-Jürgen Linke für die Frankfurter Rundschau, Dez. 1992

„Und so klingt Experimenti wie eine knallbunte, musikalische Wundertüte, legt mal – ganz traditionsbewußt – den satten, mächtigen Bläserklang an den Tag, gebärdet sich – jetzt ganz schrill – mit zickigem Tango-Einschlag als Salonorchester um im nächsten Moment von Henning in eine deftige Rhythm´n Blues Kapelle verwandelt zu werden, die den Saal zum Kochen bringt.“
Georg Spindler, Jazzpodium

„Based on the evidence presented here, the Experimenti Berlin Orchestra stands ready to take its place among the growing number of visionary big bands. Led by pianist, composer and arranger Michael Henning, the ensemble blows with the abandon of a combo and executes with the precision of an orchestra.“
David Dupont, Cadence Magazine New York

„It can be compared with Vienna Art Orchestra and the orchestras of Micke Westbrook and Wilhelm Breuker…“ „Experimenti Berlin took the audience through Europe…“
Pori Jazzfesival, Veli-Matti Henttonen

Experimenti Berlin Orchestra

Titelliste:

1. Hut ab! 9:36
2. Dost - Freund, 7:58
3. Miracula's Dance, 13:30
4. Solches, 13:25
5. St. Bo, 5:30
6. Bengkulu Bone, 11:50
7. 12 Sprossen auf der Jacobsleiter, 5:42
8. Tango Gitane, 10:35
Hörprobe: Hut ab!
Produktart:  CD
Erscheinungsjahr: 1991
BCD 001

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